Mary, gibt’s was Schöneres, als dieses unglaubliche Bühnenjubiläum in kollegialer Runde zu feiern und sich feiern zu lassen, indem die anderen deine Lieder neu interpretieren? Was für ein toller Mary-Abend! Und diese tolle Resonanz auf facebook, hier oder sonst wo.
Okay, Sing meinen Song müsste eigentlich Sing Mary’s Songs heißen, denn eine Staffel-Folge reicht bei weitem nicht aus; man wird irgendwie angefixt und möchte noch mehr hören! Und diese Musikgeschichte, die du mitgeschrieben hast, die ist doch mit wenigen Titeln gar nicht begreifbar, vor allem, wenn man parallel die Zeitgeschichte und den Zeitgeist fassen will.
Ich glaube, nach der ersten Staffel-Folge habe ich hier geschrieben, dass neben Dir, noch Marian und Rea die Besten sind. Das ist nach wie vor so, ihr dominiert die Staffel und habt neben dem stimmlichen und gesanglichen Potential die stärkste und leidenschaftlichste Wucht in euch, die einen echt umhaut. Und ich lass mich gerne widerstandslos von diesem Orkan mitreißen.
‚Schau dich nicht um‘ rangierte bei mir bisher bzgl. Arrangement nur im lauen Mittelfeld. Es tut mir leid, aber Marian’s Version ist um ein Vielfaches besser; ein richtig toller Song ist das nun, ich war begeistert bis sprachlos. Nach gestern robbt sich auch Rea mehr und mehr in mein musikalisches Herz. Dass der unsagbar traurige emotionale Tiefschlag von damals jetzt noch einmal so viel Raum einnimmt (auch im Internet), ich weiß nicht, ob Dir das so recht ist. Aber in dem gestrigen Rahmen musste es wohl sein, und durch die TV-Rückschau ging mir das in der Intensität richtig nah. Nun bist Du fast doppelt so alt wie damals und wenn man die beiden Mary’s nebeneinander stellen würde, dann sieht man zwei fast völlig unterschiedliche Frauen. Ich frag mich, ob das nur optisch so ist. Mir ist die eine so lieb wie die andere und Deine Augen stellen mit ihrem Blick eh durch die Jahrzehnte konstant jede neue Dackelgeneration in den Schatten. Der Rea hat jedenfalls einen ganz neuen Song geschaffen, und zwar einen hammermäßigen Song. Und mit seiner Performance hat er nicht nur Dich sondern auch den Originalsong geehrt. Schön für deinen ehemaligen Produzenten 🙂 . Ich bin immer noch ganz benommen von Deinem Abend. Gut, dass ich bis Sonntag Urlaub habe und nicht auf Berufliches umschwenken muss :-). Mir würde jetzt noch vieles einfallen, aber ich fasse mich kurz, na ja, fast kurz. Nur eines noch: die begnadete Pe Werner hat in einem ihrer Songs einen Vers, der mich nachhaltig beeindruckt hat. „Sehnsucht ist ein bunter Hund, sie läuft dir immer hinterher“. Vielleicht kommt ja doch noch mal der richtige Mensch nach Hamburg, stellt eine wetterfeste Bank vor dein Haus, klopft an deine Tür und sagt: „So, da bin ich“.
? Monika



