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Monika K. aus Kreis Neuss schrieb am 27. November 2017 um 00:02
An einem kühlen November-Sonntag, einem geplanten lazy sunday, konnte ich den unromantischen Berg Bügelwäsche nur mit einer musikalischen Motivationshilfe angehen. Hielt mich ‚Mary’s Music‘ am Mittag noch am Fernseher fest, hat mir Mary’s Musik am Nachmittag, aus dem CD-Player tönend, einen Schubs gegeben. Es waren zunächst 70er angesagt und beim Dauer-Jeans-Bügeln dachte ich daran, dass ich damals altersbedingt Mary’s Gesang noch nicht bewusst wahrgenommen habe (abgesehen davon, dass ich mich immer sehr bewusst sehr geärgert habe, wenn ich den Anfang der Pinocchio-Serie verpasst hatte, denn den Gesang gab es nur am Anfang, nicht im Abspann). In den 80ern wurde es langsam bewusster, aber viele Texte fühlten sich für mich noch nicht nachvollziehbar an und die Modern-Talking-Cover-Titel, na ja, ich hätte mir für Mary eigene Titel gewünscht. Ich glaube, für manche Produzenten war Mary einfach zu früh da. Entweder waren sie erst mit der eigenen Karriere beschäftigt oder die Erfolgstitel kamen erst ein paar Jahre später und wurden von anderen gesungen; man denke nur an G. Moroder und seine Titel für Donna Summer. Nachdem ich mit dem Jeansbügeln fertig war, brauchte ich eine kleine Sofa-Pause 🙂 und es lief ein auf Englisch gesungener Titel. In meiner Bügel-Melancholie fragte ich mich, ob ich Mary’s beste Zeit durch eigene kindliche oder jugendliche Verpeiltheit verpasst habe. Ungehört seufzende Wehmut drohte sich breitzumachen. Dann hörte ich den englischen Titel bewusster, musste an Sing-meinen-Song denken und dann schallend lachen! Herrje, die unglaublichen Klamotten und Frisuren der 70er und die enorme Zeitspanne bis heute können einen schon mal verblenden. So wie sich Mary immer wieder optisch neu erfunden hat, hat sie es auch künstlerisch getan. Wer bin ich, dass ich mir anmaßen könnte zu glauben, dass das Beste schon vorbei ist? Und, das Gute ist eh nie vorbei, es bleibt, zumindest musikalisch. Erst vor kurzem habe ich die jahrzehntealten Titel der Eagles entdeckt: „I can’t tell you why“ the „Best of my love“ in „One of these nights“, puh, diese Musik wandert durchs Gehör in jede Blutbahn des Körpers. Man muss kein Retro-Nostalgiker sein, um anzuerkennen, dass auch schon früher erstklassige Musik gemacht wurde, ohne digitalen Klangzauber, mit Herz und Leidenschaft, einfach zeitlos schön. Ich höre die Titel gerade und, ja, es ist eine dieser Nächte, in der ich Mary von Herzen wünsche, dass sie in dem vielleicht fulminanten Jubiläumsjahr 2018 von erstklassigen Leuten Weltklasse-Titel geschrieben bekommt. Neben Liebe und Gesundheit wäre das der schönste Preis, die schönste Anerkennung für diese Karriere! Jetzt endet erst einmal dieser kühle November-Sonntag, nicht im „Hotel California“, aber immerhin mit einem warmen Gefühl im Herzen …. puh, was Musik so alles bewirken kann … Auch Deine Musik, Mary! Also, lies meine Zeilen, mache dir deine Gedanken dazu und mach vor allen Dingen weiter! 😉 Monika
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